Veranstaltungsreihe Praxiswissen BGM

Immer mehr Unternehmen führen ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ein oder bauen ihre Betriebliche Gesundheitsförderung zu einem Managementsystem aus. Häufige Gründe hierfür sind erhöhte Krankenstände oder die Sorge um den Erhalt der Arbeitsfähigkeit bis zur Rente, aber auch die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität in Zeiten des Fachkräftemangels sowie veränderte Wertevorstellungen in der Gesellschaft. BGM hat sich von einem „Nice-to-have“ zum „Must-have“ entwickelt und deckt immer mehr Themen ab. Während das Portfolio früher oft lediglich Gesundheitstage und Präventionsangebote beinhaltete, gehören heute auch gesunde Führung, bessere Möglichkeiten zur Work-Life-Balance, individualisierte Maßnahmen und der Einsatz digitaler Lösungen zu wichtigen Handlungsfeldern eines BGM. Mit der Veranstaltung Praxiswissen BGM möchten wir in Kurzvorträgen Fachwissen vermitteln und mit Ihnen die praktische Umsetzung relevanter, oft ungelöster Themen diskutieren.



Einblick in die Themen der Veranstaltung

Arbeiten 4.0 und psychische Gesundheit

Datenschutzgrundverordnung und BGM

Risikofaktor Führungskraft


Programm

09.30 – 09.45 Uhr 

Einführung:

BGM in Deutschland: eine Status-quo-Betrachtung zu Handlungsansätzen, Umsetzungsvarianten und Trends


09.45  10.30 Uhr

Arbeitswelt 4.0 und psychische Gesundheit: Fakten und Herausforderungen für die psychische Gefährdungsbeurteilung

Die als 4.0 bezeichnete Arbeitswelt kennzeichnet sich durch eine zunehmende Digitalisierung, Vernetzung und Flexibilisierung sowie den Einsatz von Maschinen, künstlicher Intelligenz und Algorithmen zur Beschleunigung von Arbeitsprozessen. Während sich für Unternehmen daraus neue Potenziale und Geschäftsmodelle ergeben, führen die schnellen Veränderungen und die große Informationsflut für manche Beschäftigte zu Ängsten. Hinzu kommt, dass durch die Arbeitswelt 4.0 neue bzw. veränderte Arbeitsformen entstehen, die auch eine Neubewertung von Belastungen bedeuten. Dabei stellt sich die Frage, wie diese durch eine Gefährdungsbeurteilung, insbesondere psychischer Belastungen, erfasst und bewertet werden können.


10.30 - 11.15 Uhr

Risikofaktor Führungskraft: Wie gesund sind sie und wie gesund führen sie?

Maßnahmen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung sind oftmals lediglich an die Beschäftigten adressiert,  obwohl sie grundsätzlich ebenso den Führungskräften offenstehen. Auch bei der Betrachtung gesundheitlicher Risiken wird primär der Mitarbeiter „durchleuchtet“. Für das obere Management werden oft besondere Check-ups als Benefit angeboten, wohingegen Führungskräfte in Sandwichpositionen leer ausgehen. Hinzu kommt, dass genau dieser Gruppe oftmals unzureichende Führungskompetenz vorgeworfen wird. Daher stellt sich die Frage, wie BGM-Maßnahmen für Führungskräfte zur eigenen Gesunderhaltung und zum Kompetenzerwerb gesunder Führung gestaltet werden können.


11.15 - 11.45 Uhr:

Pause


11.45 - 12.30 Uhr:

Beweis mir, dass BGM einen Nutzen hat: Von der Risikoanalyse im Betrieb zur ökonomischen Betrachtung und Bewertung eines BGM als System

Gesundheit stellt zweifellos einen Wert in der Gesellschaft dar. Mit zunehmendem Alter wünscht man sich gerne Gesundheit zum Geburtstag und Erkrankten sendet man Genesungswünsche. Geht es um Gesundheit im Betrieb, werden monetär bewertbare Risiken und der Nutzen Betrieblicher Gesundheitsförderung diskutiert. Häufig kommen jedoch lediglich  die Kennzahlen „Krankenstände“ und „Unfälle“ ins Spiel.  Der Nutzen eines BGM muss jedoch auch auf andere Weise dargestellt werden.  Hierbei gilt es, geeignete Kennzahlen zur Planung, Steuerung und Kontrolle des BGM zu finden,  um den Wirkungsgrad eines BGM als Managementsystem abbilden zu können. 


12.30 - 13.15 Uhr:

Wem gehören die Daten in einem BGM? – Umgang mit der neuen EU-DSGVO

Die Erfassung persönlicher Gesundheitsdaten im Rahmen eines BGM ist unvermeidbar. So ist beispielsweise die Registrierung der Arbeitsunfähigkeitstage für Unternehmen zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderung für ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) erforderlich. Bei Mitarbeiterbefragungen, Haltungsanalysen, Workshops und in den zahlreichen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung werden bewusst, zum Teil aber auch unbewusst, personenbezogene Daten erfasst und ausgewertet. Seit die ab Mai 2018 geltende EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) deutlich gemacht hat, dass es für Personen Rechte zur Auskunft über die Datenerhebung und -speicherung, aber auch das Recht auf „Vergessenwerden“, also die sichere Löschung von personenbezogenen Daten, gibt, stellt sich für das BGM mehr denn je die Frage nach einem rechtskonformen Umgang mit Gesundheitsdaten. Wie  kann es gelingen, die EU-DSGVO umzusetzen und gleichzeitig genügend Kennzahlen zur Planung, Steuerung und Überwachung des BGM zur Verfügung zu haben?


Referenten


Termine

- 18.10.2018: Hamburg

- 23.10.2018: Köln

- 30.10.2018: München


Anmeldung

Melden Sie sich zum Preis von 49,- Euro (+ MwSt.) zu einem der Termine an.

Direkt zur Online-Anmeldung

Veranstalter

Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement 
Die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement DHfPG bietet akkreditierte Bachelor- und Master-Studiengänge an, mit denen sowohl bestehende Mitarbeiter als auch neu eingestellte Mitarbeiter zu vielfältig einsetzbaren Fach- und Führungskräften im BGM auf Hochschulniveau qualifiziert werden können.
Das duale Bachelor-Studium, z. B. im Studiengang Gesundheitsmanagement, verbindet eine betriebliche Ausbildung und ein Fernstudium mit kompakten Präsenzphasen. Durch den hohen Anteil an praktischer Ausbildung kann z. B. ein Mitarbeiter spezifisch qualifiziert werden, der sich insbesondere dem Thema BGM widmet. Eine Weiterqualifikation in zwei Master-Studiengängen mit Schwerpunktsetzung im Bereich BGM ist möglich. Bisher qualifizierten bereits über 4.300 Unternehmen ihre derzeitigen und zukünftigen Fach- und Führungskräfte mit einem Studium an der DHfPG.

BSA-Akademie
Die BSA-Akademie, das Schwesterunternehmen der DHfPG, ist mit ca. 180.000 Teilnehmern seit 1983 einer der führenden Bildungsanbieter in den Bereichen Prävention, Fitness, Gesundheit und Betriebliches Gesundheitsmanagement. In Zusammenarbeit mit der IHK wurde ein Lehrgang mit IHK-Zertifikat ins Leben gerufen, an dem bereits mehr als 1.100 Personen teilgenommen haben: die „Fachkraft für Betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK)“. Insgesamt haben sich bereits über 2.000 Personen mit den nebenberuflichen Lehrgängen im Bereich BGM qualifiziert. Durch die Auswahl an unterschiedlichen BGM-Qualifikationen kann das Qualifikationsprofil der Mitarbeiter individuell und auf die betrieblichen Anforderungen angepasst zusammengestellt werden.