Literatur zum Beitrag "20 Monate Homeoffice - was bleibt?"

DAK Gesundheit. (2021). DAK-Krankenstands-Analyse: Krankheitsgeschehen in der Arbeitswelt während der Pandemie massiv verändert. Abruf am 02.07.21. Verfügbar unter: https://www.dak.de/dak/bundesthemen/krankenstand-2020-2424242.html#/

iGES, DAK. (2021). Digitalisierung und Homeoffice in der Corona-Krise – Update – Sonderanalyse zur Situation in der Arbeitswelt vor und während der Pandemie. Abruf am 02.07.21. Verfügbar unter: https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwiPps6rtsbxAhXTgP0HHT3EA5UQFjACegQIBBAD&url=https%3A%2F%2Fwww.dak.de%2Fdak%2Fdownload%2Ffolien-2447822.pdf&usg=AOvVaw3jBWcIJcqPkDqGJVv9ijoK

Pelikan, J., Ganahl, K. (2017). Die europäische Gesundheitskompetenzstudie. Konzept, Instrument und ausgewählte Ergebnisse. In D. Schaeffer & J. M. Pelikan (Hrsg.), Health Literacy: Forschungs-stand und Perspektiven (S. 93–125). Bern: Hogrefe.

Pfnür, A., Gauger, F., Bachtal, Y.,  Wagner, B. (2021). Homeoffice im Interessenkonflikt. Ergebnisbericht einer empirischen Studie. In: Andreas Pfnür (Hrsg.), Arbeitspapiere zur immobilienwirtschaftlichen Forschung und Praxis, Band Nr. 41, Technische Universität Darmstadt.

Schaeffer, D., Berens, E.-M., Gille, S., Griese, L., Klinger, J., de Sombre, S., Vogt, D., Hurrelmann, K. (2021): Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland – vor und während der Corona Pandemie: Ergebnisse des HLS-GER 2. Bielefeld: Interdisziplinäres Zentrum für Gesundheitskompetenzforschung (IZGK), Universität Bielefeld.

Sørensen et al. (2012). Health literacy and public health: A systematic review and integration of definitions and models. BMC Public Health 2012 12:80.

TK Die Techniker. (2021). Trotz Corona: Kran­kenstand 2020 deutlich gesunken - psychische Erkrankungen nehmen weiter zu. Abruf am 02.07.21. Verfügbar unter: www.tk.de/presse/themen/praevention/gesundheitsstudien/trotz-corona-krankenstand-sinkt-anstieg-psychischer-diagnosen-2099838


Kompetenzerwerb als BGM-Maßnahme angehen

Der aktuelle Beitrag „20 Monate Homeoffice – was bleibt“ von Oliver Walle in der Ausgabe Personalmagazin plus: Arbeitswelten stellt unter anderem die Bedeutung des Kompetenzerwerbs im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM), insbesondere für Beschäftigte mit Homeoffice-Tätigkeit dar. Hierbei spielen besonders die Bereiche Gesundheits-, Stress-, Ergonomie- und Führungskompetenz eine wesentliche Rolle. Wie gelingen nun Maßnahmen, die genau diesen Kompetenzerwerb zum Ziel haben? Klassische Angebote der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) zielen überwiegend auf die Reduktion individueller Risikofaktoren (Bewegungsmangel, Übergewicht, Stress und Rauchen) und Änderung des Verhaltens hin zu einem gesundheitsförderlichen ab. Im Idealfall werden diese ergänzt durch Maßnahmen der Verhältnisprävention, welche Gefährdungsfaktoren reduzieren und zugleich die Arbeitsbedingungen gesundheitsförderlicher gestalten. Oftmals werden verhaltensbezogene Maßnahmen in Form von Kursen oder Bewegungspausen am Arbeitsplatz durchgeführt. Die Umsetzung der Verhältnisprävention erfolgt in der Regel über die Aktivitäten des Arbeitsschutzes, Input zu psychischen und physischen Belastungen sowie Gestaltungsmöglichkeiten kommt dabei nicht selten aus dem BGM. Geht es nun um den Kompetenzerwerb, so zum Beispiel zur allgemeinen Gesundheits- oder zur Stresskompetenz, liegt die Vermutung nahe, diese Bausteine in die verhaltensbezogenen Maßnahmen zu integrieren. Erfolgreicher sind jedoch Konzepte, welche eine multimodale Programmstruktur aufweisen und dabei die Verhaltens- und Verhältnisprävention einbinden. In Studien zur Wirksamkeit von BGF/BGM zeigen sich förderliche Faktoren, die es bei der Konzeption von BGF-Programmen zu prüfen und, wenn möglich, zu berücksichtigen gilt. Als förderlich für den Erfolg von Maßnahmen gelten folgende Punkte.

Allgemein:

  • Mehrstufige Programmstruktur mit niederschwelligem Einstieg
  • Vorangeschaltete Informationsphase mit dem Ziel, die Motivation zur Teilnahme bei den Beschäftigten zu erhöhen
  • Hierbei zeigte sich die Erfolgsquote umso höher, wenn für die Beschäftigten deutlich wurde, dass die Führungskräfte die Programme unterstützen und ggf. sogar mitwirken

Programmstruktur:

  1. Step 1 - Baustein Theorie: Wissensvermittlung als Grundlage für den Kompetenzerwerb (Vor-träge/Seminare/Workshops)
  2. Step 2 - Baustein Praxis: zuerst aufsuchende Gesundheitsförderung, d.h. Maßnahmen direkt am Arbeitsplatz / während der Arbeitstätigkeit, anschließend Erlernen einer gesundheitsförderlichen Verhaltensweise in der Praxis, dabei Feedback durch Trainer*in/Gruppe/digitale Lösung, sofern möglich
  3. Step 3 - Baustein Verhältnisprävention: gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung, z.B. Ergonomie, Arbeitszeitmodelle/Schichtsysteme, Aufgabengestaltung, Kommunikation, Führung (als Rahmenbedingung für die Beschäftigten)
  4. Step 4 - Baustein Erfolgsmessung: Feedback der Beschäftigten und Führungskräfte; anschließend Prüfung von Programmadaptionen


Autor: Fachbereich Gesundheitsförderung der DHfPG/BSA

Wenn Sie mehr über die Gestaltung von Praxisprogrammen sowie zu den Grundlagen des BGM und der Gesundheitsförderung erfahren möchten, informieren Sie sich hier.