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20.09.17 09:42 Alter: 32 Tage
Kategorie: News / Presse News / Presse

Studie: Arbeitsausfall durch psychische Erkrankungen um fast 80 % gestiegen

Laut einer Studie des AOK-Bundesverbands nahmen Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen in den vergangenen zehn Jahren bei den AOK-Versicherten um 79,3 Prozent zu. Psychische Erkrankungen führten außerdem zu langen Ausfallzeiten: Mit 25,7 Tagen je Fall dauerten sie mehr als doppelt so lange wie der Durchschnitt mit 11,7 Tagen …


Kritische Lebensereignisse können die Arbeit beeinflussen

Kritische Lebensereignisse können die Arbeit beeinflussen

Kritische Lebensereignisse als Auslöser
Laut der Studie könnten kritische Lebensereignisse die Gesundheit belasten und damit die Arbeit beeinflussen. So gaben 58,7 Prozent an, von körperlichen und 79 Prozent von psychischen Problemen infolge von Lebenskrisen. Eine solche Krise könne beispielsweise ausgelöst werden, durch eine eigene Erkrankung oder den Tod des Partners, es gebe aber auch Unternehmenskrisen oder Teamkrisen, die unmittelbar auf den Beschäftigten einwirkten. In der Folge fühlten sich mehr als die Hälfte (53,4 Prozent) der Befragten in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Knapp die Hälfte (48,8 Prozent) ging demnach trotzdem zur Arbeit. Mehr als ein Drittel (37,3 Prozent) fühlte sich aufgrund eines solchen Ereignisses unzufrieden mit der Arbeit oder meldete sich häufiger krank (34,1 Prozent). 

Tod, Mobbing, Trennung – Gründe für Lebenskrisen
Zusätzlich zu den Daten, die aus den Krankschreibungen gewonnen wurden, veröffentlichte die AOK das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 2.000 Beschäftigten im Alter von 16 bis 65 Jahren. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) der im Januar und Februar 2016 Befragten gab an, innerhalb der vergangenen fünf Jahre von einem kritischen Lebensereignis betroffen gewesen zu sein. Der am häufigsten genannte Punkt war die Erkrankung Angehöriger, weitere Gründe für eine Krise waren Konflikte im privaten Umfeld, eine Trennung, der Tod eines Familienangehörigen oder Mobbing und Streit am Arbeitsplatz. Von den Befragten unter 30 gaben knapp 38 Prozent an, eine Krise erlebt zu haben, von den 50- bis 65-Jährigen erlitten beinahe 65 Prozent eine persönliche Krise.

Mit der BSA-Akademie Problematiken kompetent angehen
Der Lehrgang „Gesundheitsexperte/in im Betrieb – Förderung der psychosozialen Gesundheit“  der BSA-Akademie qualifiziert Teilnehmer, ein Konzept zur Förderung der psychosozialen Gesundheit in einem Unternehmen aufzubauen, in die Unternehmensstruktur zu integrieren und systematisch weiterzuentwickeln. Die Teilnehmer werden in die Lage versetzt, psychosoziale Belastungen in einem Unternehmen zu analysieren und darauf aufbauend Strategien zur Förderung der psychosozialen Gesundheit der Mitarbeiter zu entwickeln und in der Praxis anzuwenden.

Weitere Informationen:
„Gesundheitsexperte/in im Betrieb – Förderung der psychosozialen Gesundheit“