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07.03.17 10:54 Alter: 112 Tage
Kategorie: News / Presse News / Presse

Neuer Fehlzeiten-Rekord wegen psychischer Leiden

Noch nie haben Arbeitnehmer so stark mit Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen zu kämpfen gehabt wie im vergangenen Jahr. Daraus resultierte auch ein neuer Höchststand, was Ausfallzeiten am Arbeitsplatz durch solche Erkrankungen betrifft…


Nie zuvor haben Arbeitnehmer so lange wegen psychischer Erkrankungen im Job gefehlt wie im vergangenen Jahr: Mit rund 246 Ausfalltagen je 100 Versicherte wurde 2016 in Deutschland ein neuer Höchststand erreicht. Das geht nun aus der Krankenstands-Analyse der DAK-Gesundheit hervor.

Anzahl psychischer Erkrankungen steigt an
Psychische Erkrankungen hatten 2016 einen Anteil von 17 Prozent am Gesamtkrankenstand – ein Anstieg von einem Prozent im Vergleich zu 2015. Während die Fehltage mit rund 246 Tagen pro 100 Beschäftigte einen noch nie erreichten Höchststand erreichten, ging der Anteil der Betroffenen im Vergleich zum Vorjahr allerdings leicht zurück. Daraus folgt, dass 2016 zwar weniger Menschen aufgrund von psychischer Erkrankungen fehlten, allerdings dauerten die einzelnen Krankheitsfälle länger an. Im Schnitt waren es 38 Tage (2015 waren es noch 35 Tage). Die meisten Fehltage entfielen auf Depressionen mit 114,4 je 100 Versicherte, gefolgt von Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen mit 45,5 Tagen. Burn-out stagnierte bei 4,3 Tagen. Die Diagnose hatte 2010 mit 10,2 Tagen je 100 Versicherte ihren Höchststand und wurden seither deutlich weniger festgestellt.

Erkrankungen dauern länger an
Insgesamt fehlten Deutschlands Arbeitnehmer im vergangenen Jahr seltener am Arbeitsplatz. Der Gesamtkrankenstand sank von 4,1 auf 3,9 Prozent. Und der Anteil der Beschäftigten mit mindestens einer Krankmeldung war mit 45 Prozent so niedrig wie zuletzt vor zehn Jahren. Allerdings waren die Betroffenen 0,8 Tage länger krankgeschrieben als im Vorjahreszeitraum.

Betroffen sind weit mehr Frauen als Männer
Laut der Krankenstands-Analyse sind von solchen Diagnosen Frauen öfter betroffen. Sie kamen im Vergleich zu den Männern auf rund 60 Prozent mehr Ausfalltage wegen psychischer Erkrankungen. Bei ihnen waren es 311 auf 100 Versicherte, beim männlichen Geschlecht lediglich 191. Damit lagen seelische Leiden bei den Krankschreibungen von Frauen erstmals an vorderster Stelle. Wegen Muskel-Skelett-Erkrankungen fehlten Frauen „lediglich“ 308 Fehltage.
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BSA-Fachbereich BGM
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