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28.11.16 08:00 Alter: 211 Tage
Kategorie: News / Presse News / Presse

Innere Kündigung und die Folgen

Laut der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga), haben innere Kündigungen gravierende Folgen für den gesamten Betrieb. Für die dreiteilige Untersuchung hat die iga 230 Personalverantwortliche in zwölf großen, mittelständischen und kleinen Unternehmen befragt…


Mit BGM-Maßnahmen der "inneren Kündigung" entgegenwirken

Mit BGM-Maßnahmen der "inneren Kündigung" entgegenwirken

Was Menschen dazu bringt, innerlich zu kündigen und was Unternehmer dagegen tun können, haben jetzt Wissenschaftler für die „Initiative Gesundheit und Arbeit“ (iga) untersucht.

Doch wie machen sich innere Kündigungen bei Arbeitnehmern bemerkbar?
Unter innerer Kündigung versteht man eine Arbeitshaltung, die sich vor allem durch eine innerliche Distanzierung von den Inhalten, Aufgaben sowie dem Kollegium bemerkbar macht. Die Einsatzbereitschaft sinkt, die Arbeit, die geleistet werden soll, verliert stark an Attraktivität und wird als „Dienst nach Vorschrift“ betrachtet. Die Betroffenen ziehen sich zurück, verlieren auch die Lust sich an der gesellschaftlichen Unterhaltung des Unternehmens (Bsp.: Weihnachts-, Betriebsfeiern) zu beteiligen. Die „äußere Kündigung“ wird in der Regel nicht in Betracht gezogen, da keine Alternativen zur aktuellen Tätigkeit gesehen und Einbußen befürchtet werden.

Wie kommt es zu einer inneren Kündigung?
Mangelnde Wertschätzung, fehlende Mitbestimmung und ungelöste Konflikte zählen nach Einschätzung der Befragten zu den wichtigsten Auslösern. Aber auch Personalabbau und Arbeitsverdichtung, die zu langen Phasen der Unsicherheit führen, können innere Kündigungen hervorrufen. Dabei schätzen die befragten Personalverantwortlichen, dass bundesweit rund 20 Prozent der Angestellten bereits innerlich gekündigt haben.

Gesundheitliche Auswirkungen der inneren Kündigung
Eine innere Kündigung kann gravierende gesundheitliche Folgen mit sich bringen. Die befragten Personalverantwortlichen bestätigen empirische Befunde, wonach es zu Depressionen, Sucht- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommen kann. Des Weiteren hat dies negative Folgen für das Betriebsklima. Einzelne Mitarbeiter könnten zum einen durch ihre negative Arbeitsmotivation weitere Mitarbeiter beeinflussen und so die gesamte Produktivität gefährden. Zum anderen werden dadurch auch betriebsinterne Beziehungen stark auf die Probe gestellt, denn innere Kündigungen können auch zu Mehrarbeit für Kollegen und deren Unzufriedenheit führen.

Wie kann ich innerlichen Kündigungen entgegenwirken?
Das positive Gegenstück zur inneren Kündigung ist hohes Engagement. Das zu fördern, so zeigen die Autoren der iga-Studie, wirkt auch der inneren Kündigung entgegen. So kann beispielsweise ein betriebliches Gesundheitsmanagement das Mitarbeiterengagement fördern und erhöhen. Vor allem betriebliche Sportangebote, beispielsweise gemeinsame Lauf-Aktivitäten, fördern zum einen die Arbeitsmotivation und das betriebliche Klima und zum anderen noch die sozialen Beziehungen innerhalb der Belegschaft. Die Befragten vertraten außerdem die Auffassung, dass Angebote zur Gesundeitsförderung von den Beschäftigten als Wertschätzung seitens des Arbeitgebers empfunden werden und sich deshalb positiv auf das Engagement auswirken.

Der erste Schritt zu einem ganzheitlichen Betrieblichen Gesundheitsmanagement
Die Initiative Gesundheit im Betrieb selbst gestalten, die von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie entwickelt wurde, unterstützt Unternehmen beim Aufbau eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) und qualifiziert für BGM zuständige Mitarbeiter sowie Gesundheitsberater und Dienstleister auf diesem Gebiet.

Mit der BSA-Akademie zum BGM-Experten
Qualifizierte Gesundheitsmaßnahmen benötigen auch qualifiziertes Fachpersonal, welches in der Lage ist Konzepte zu entwickeln und umzusetzen, die optimal auf die konkreten Bedingungen im jeweiligen Unternehmen zugeschnitten sind. Mit der BSA-Akademie haben Interessenten die Möglichkeit, sich nebenberuflich von der „Fachkraft für betriebliches Gesundheitsmanagement“ bis hin zur Profiqualifikation „Manager für betriebliches Gesundheitsmanagement“ weiterzubilden. In diesen Lehrgängen erlangen die Teilnehmer Kompetenzen und Werkzeuge, die zum Aufbau eines systematischen und nachhaltigen betrieblichen Gesundheitsmanagements benötigt werden.

Weitere Informationen:
Link zur News
BSA-Fachbereich BGM
BGM rechnet sich